Enkeltag

Wunderschönes Herbstwetter haben wir jetzt. Die beste Zeit, den lang versprochenen Ausflug mit Enkel 1 zu machen. Wir fahren in den Omega Park.
Der Bauer, der jetzt Grossätti heisst, hat sich frei genommen, und kommt auch mit. Auch wenn wir nun schon zehn Jahre nicht mehr zusammen wohnen, sind wir doch ein Eltern- und nun ein Grosselternpaar geblieben.

Enkel 1 ist jetzt viereinhalb Jahre alt, ein aufgeweckter kleiner Mann. Den Tierpark durchfährt man mit dem Auto, und die Tiere sind mehr oder weniger „in Freiheit“. Wir kaufen Karotten für die Wapitis und Hirsche, die ans Auto kommen und darum betteln. Auch Wildschweine und Steinböcke kann man füttern, die Bisons kommen auch ganz nah, aber ihnen sollte man nichts geben. Elch, Moschusochsen, schwarze und weisse Wölfe, Koyoten und Bären sind in riesengrossen Gehegen, in einer wunderschönen natürlichen Landschaft.

Zum Abschluss wollen wir noch eine Glacé essen auf der Terrasse des Parkrestaurantes, leider ist die Softeismaschine kapputt, und darum gibt es einen Fruchtsalat und Kaffee für Grossätti und Grosi. Ein junger, ganz zahmer Waschbär wuselt zwischen den Tischen herum und putzt „zufällig“ heruntergefallenen Fruchtsalat weg. Dann klettert er in den Abfallkübel und ergattert sich einen halb gegessenen Muffin. Enkel ist natürlich hell begeistert.

Was für ein wundervoller Tag! – und die folgenden Bilder sagen wohl mehr als noch viele Worte!

Am Parkeingang
Am Parkeingang
Staunen
Staunen
Beeindruckend!
Beeindruckend!
Enkels Lieblingstier
Enkels Lieblingstier
Grossättis Lieblingstiere
Grossättis Lieblingstiere
Grosis Lieblingstier
Grosis Lieblingstier
Bärlis
Bärlis
Auf Wiedersehen!
Auf Wiedersehen!

Noch mehr Besuch

Die VW-Camper Gemeinschaft auf dem Internet ist etwas ganz Feines. So sind ja im März Pandilea bei mir gelandet, und nachdem die drei Nova Scotia, Neufundland und Labrador bereist hatten, sind sie Anfangs Juni für ein paar Tage zu mir zurückgekommen. Ich habe sie alle drei adoptiert und bin Kaleas kanadische Nonna geworden. Sie haben viel Schönes und Interessantes erlebt. Ihr könnt auf Facebook oder auf Instagram ein wenig an ihren Reisen teilhaben.

Am Tag bevor diese liebgewordenen Freunde weiterreisten, hat sich noch ein anderes junges Reisepaar, mit dem ich ebenfalls per Internet schon eine Weile in Kontakt war, gemeldet. Und so kam es, dass ich gleich zwie VW-Bus Camper mit Zürcher Nummernschildern bei meinem Haus stehen hatte. Leider ist mein Louvie noch in Reparatur, aber schon dieses Foto ist etwas ganz Besonderes und wird bestimmt nicht so schnell wieder möglich sein.

Luki und Reitschi haben eine eigene Website, Zäme um d’Welt, und dort könnt Ihr nachlesen, was sie so alles erleben.

Ich selbst werde diesen Sommer keine grössere Reise machen können, umso mehr geniesse ich diese jungen Menschen in meinem Haus.

Im Moment kochen sie gerade für mich in meiner Küche, und so kann ich wieder einmal bloggen. Habe ich es gut!!

VW-Meeting
Besondere Besuch

Luna

Der Schnee ist längst geschmolzen, und inzwischen war ich drei Wochen in Irland. Ihr könnt davon Fotos anschauen.

Kurz nachdem ich zurückkam, habe ich einen pensionierten Schlittenhund, Luna, bei mir aufgenommen. Luna war schon elf Jahre alt und nicht mehr bei besonders guter Gesundheit. Ich wollte ihr einen schönen Lebensabend bieten, und viel mit ihr spazierengehen, damit auch ich wieder zu mehr Bewegung komme.

Miteinander spazieren
Miteinander spazieren
Luna
Luna

Luna fühlte sich im Haus offensichtlich nicht wohl, und so habe ich sie draussen an einer langen Kette angebunden und ein Hundehaus bestellt. Vorübergehend konnte sie unter der Treppe schlafen.

Doch am dritten Morgen war die Kette leer. Das verschraubbare Kettenglied hatte sich gelöst, und die Hündin, die ja noch nicht an ihr neues Zuhause gewöhnt war, hatte das Weite gesucht. Sie wurde an jenem Tag im Dorf und dann auf der Strasse zum Nachbardorf noch gesehen, doch dann fehlte jede Spur von ihr. Ich habe auf Facebook nach ihr gesucht, Tierheime und Gemeindeverwaltungen ringsum und sogar die Polizei angerufen, Zettel mit ihrer Foto drauf aufgehängt, doch Luna scheint endgültig in die Freiheit, und ich vermute, in die grosse, unendliche Freiheit, gelangt zu sein.

Ich war und bin traurig, ich wusste, dass sie nicht sehr lange bei mir sein würde, doch dass es nur drei Tage wären, hätte ich nicht gedacht…

Gute Reise, Luna, wohin auch immer du gegangen bist!

Pandilea

Seit gut einer Woche sind Pam, Andi und Kalea – kurz Pandilea“ –  bei mir zu Besuch, nein, eher bei mir zu Hause. Die drei stammen aus der Schweiz und sind schon mehr als zwei Jahre mit ihrem Westfalia-VW-Camper unterwegs, erst Lateinamerika, dann USA, jetzt Kanada, und sie wollen bis Alaska reisen.

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Pandilea
Photo by Andi

Ich geniesse diesen Besuch sehr, und es macht mir grosse Freude, sie ein wenig mit lang vermissten Schweizer Spezialitäten zu verwöhnen, wie Raclette, Bratwurst, Apfelwähe, Hackbraten und Härdöpfelstock und solche Sachen.

Photo by Michael
Photo by Michael
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Andis Geburtstagszmittag

Heute habe ich Züpfe (oder Zopf) gebacken.

Zopf

Andi und Pam sind nach Montréal an einen Hockeymatch gefahren, und ich darf hundesitten, Kalea bleibt bei mir.

Soeben gab es einen kleinen Unfall. Der Zopf lag zum Auskühlen auf einem Gitter in der Küche. Kalea war in ihrem Körbchen. Ich ging dann kurz ins Büro an den Computer. Plötzlich gab es ein Geschepper in der Küche, und als ich schauen ging, lag der Zopf am Boden. Kalea ist sehr erschrocken, vor allem weil ein abgefallenes Stück Zopf ihre Zahnspuren zeigte. Ich vermute, als der Zopf so ganz spontan von der Küchentheke gestürzt ist, hat Kalea vor Schreck das Maul aufgemacht und das Stück ist direkt hineingefallen. Ich habe dann mit dem ungezogenen Zopf geschimpft und ihn zur Strafe auf den Kühlschrank gestellt. Kalea zog sich ganz kleinlaut wieder in ihren Korb zurück. Jetzt schläft sie glaub, nach so einem Stress!

Ihr seht, ich habe Unterhaltung und es wird mir nicht langweilig!

Schneesturm Stella

Am 14. März am Vormittag war noch kein Bisschen Schnee da. Die Wetterberichte warnten zwar vor einem Blizzard. Wir haben uns ein wenig lustig gemacht. „Jaja, und schlussendlich kriegen wir 5-10cm“. Ich bekam ein e-mail, welches mitteilte, dass ein Anlass, für den ich mich eingeschrieben hatte,  wegen der Wetterverhältnisse nicht abgehalten werde. Am Radio wurde gesagt, die Schulen blieben geschlossen. Ich zuckte die Schultern. Aber ich sah doch nochmals im Kühlschrank nach, ob ich genug Vorräte für die nächsten Tage habe.

Um elf Uhr fielen die ersten zögerlichen Flöcklein. Um Mittag waren es dicke Flocken. Und dann schneite und schneite es, und man konnte zusehen, wie es sich ansammelte. Um fünf kam die junge Frau, die im Moment bei mir zu Miete ist, nach Hause – zu Fuss, sie hatte ihr Auto unten an der Strasse stehen lassen, weil sie Angst hatte, in meiner Zufahrt stecken zu bleiben. Ich habe es dann selber noch hochgefahren, ich kenne meinen Weg. Es schneite die ganze Nacht. Am Morgen des 15. März sah es so aus. Ich war sehr froh, dass ich nicht weg musste an jenem Tag.

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Mein Picknicktisch
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Das Futterhäuschen
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Wo ist mein Auto??

Heute scheint die Sonne. Und ich bekomme speziellen Besuch. Ich erzähle später!

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17. März 2017
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Ausgegraben!

Bitte, bitte…

Ich hüte die Enkelkinder, Sohn der Grosse und Belle-Fille sind ausgegangen. Ich binde mir die mitgebrachte Schürze vor und bereite das Abendessen vor.  Enkel 1 geht sofort zu einer Küchenschublade und zieht eine Kinderschürze hervor. „Bitte, bitte, darf ich dir in der Küche helfen?“ Enkel 2 will sofort auch eine Schürze.  Wir improvisieren eine mit einemr Küchentuch.

Nach dem Znacht machen wir noch einen Guezliteig, damit wir morgen früh gleich Guezli backen können. „Bitte, bitte, dürfen wir schlecken?“

Bitte, bitte, lass es noch lange so sein!

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Gemütlich

Die Versuchung ist gross, sich an einem solchen Eingeschneittag einfach gehen zu lassen, im Pijama herumzulauern, sich von Kaffee und Konfibroten zu ernähren, stundenlang am Computer zu spielen und auch sonst nicht viel Schlaues zu tun. Das ist eine Versuchung, der ich oft auch an ganz gewöhnlichen Tagen erliege. So ab und zu geht das schon, aber auf die Länge merke ich, dass es mir nicht gut tut, so plan- und strukturlos zu leben.

Ich raffe mich dann auf, bin zu mir selber gut, indem ich mir etwas Rechtes koche und meinen Tag strukturiere.
Heute habe ich Gelberbssuppe gekocht, einen ganzen Topf voll. Was ich heute und morgen nicht esse, friere ich in Portionen ein. Und dann sitze ich wirklich lange am Fenster am Spinnrad, höre Leonard Cohen und bin mir bewusst, wie gut ich es habe. Es ist gemütlich bei mir, mit mir allein.

erbssuppe

gemuetlich

Winter

Es geht mir recht gut, ich geniesse den Winter, Feuer im Ofen, Strickzeug, heisse Schoggi oder Kaffee.
Ich bin oft zu Hause, allein, und bin froh, dass ich nicht mehr viel „muss“. Wenn es so aussieht wie heute, lasse ich das Auto unter der Schneedecke und setze mich mit dem Spinnrad ans Fenster und schaue den Vögeln am Futterhäuschen zu.

snow

Computersorgen

Mein billiges PC-Laptop, das ich gerade ein wenig mehr als ein Jahr hatte, hat den Geist bereits aufgegeben, hat zu heiss gehabt und der Prozessor hat das nicht vertragen. Flicken lohnt sich nicht, kann man nicht, sagt der Computermann.

Und jetzt? Soll ich mir selbst zu Weihnachten wieder einen Mac schenken? Hmmmm….