Kategorie-Archiv: Wolliges

Gemütlich

Die Versuchung ist gross, sich an einem solchen Eingeschneittag einfach gehen zu lassen, im Pijama herumzulauern, sich von Kaffee und Konfibroten zu ernähren, stundenlang am Computer zu spielen und auch sonst nicht viel Schlaues zu tun. Das ist eine Versuchung, der ich oft auch an ganz gewöhnlichen Tagen erliege. So ab und zu geht das schon, aber auf die Länge merke ich, dass es mir nicht gut tut, so plan- und strukturlos zu leben.

Ich raffe mich dann auf, bin zu mir selber gut, indem ich mir etwas Rechtes koche und meinen Tag strukturiere.
Heute habe ich Gelberbssuppe gekocht, einen ganzen Topf voll. Was ich heute und morgen nicht esse, friere ich in Portionen ein. Und dann sitze ich wirklich lange am Fenster am Spinnrad, höre Leonard Cohen und bin mir bewusst, wie gut ich es habe. Es ist gemütlich bei mir, mit mir allein.

erbssuppe

gemuetlich

Meine Wollwerkstatt

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Als ich damals, 2009, mein Häuschen gekauft habe, war nebst Lage und Preis auch der grosse, guteingerichtete Kellerraum auschlaggebend, dass ich mich dafür entschieden hatte. Meine Vorgängerin hatte darin ihre Schneiderwerkstatt eingerichtet, und für mich wurde damals der Traum von der Wollwerkstatt wahr. Endlich Platz für Spinnräder und Wollvorräte, Haspel und Wollwickler, und vor allem für eine Färbeecke! Da auch die Waschmaschine und ein grosser Trog in diesem Raum sind, ist das natürlich ideal für diesen Zweck. Ich habe mir den Stecker für einen alten Kochherd einrichten lassen, und da kann ich nun nach Herzenslust färben und experimentieren, Stränge aufhängen und sie auch da lassen.

Heute habe ich mich wieder dran gemacht Wie ich gestern erzählt habe, ist mein Energieniveau nicht mehr gleich wie früher, als ich nebst all der andern Arbeit auch noch drei Dutzend Wollstränge an einem Nachmittag färben konnte. Heute bin ich mit einem Dutzend zufrieden.

Wollwerkstatt