Kategorie-Archiv: Küche

Bitte, bitte…

Ich hüte die Enkelkinder, Sohn der Grosse und Belle-Fille sind ausgegangen. Ich binde mir die mitgebrachte Schürze vor und bereite das Abendessen vor.  Enkel 1 geht sofort zu einer Küchenschublade und zieht eine Kinderschürze hervor. „Bitte, bitte, darf ich dir in der Küche helfen?“ Enkel 2 will sofort auch eine Schürze.  Wir improvisieren eine mit einemr Küchentuch.

Nach dem Znacht machen wir noch einen Guezliteig, damit wir morgen früh gleich Guezli backen können. „Bitte, bitte, dürfen wir schlecken?“

Bitte, bitte, lass es noch lange so sein!

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Gemütlich

Die Versuchung ist gross, sich an einem solchen Eingeschneittag einfach gehen zu lassen, im Pijama herumzulauern, sich von Kaffee und Konfibroten zu ernähren, stundenlang am Computer zu spielen und auch sonst nicht viel Schlaues zu tun. Das ist eine Versuchung, der ich oft auch an ganz gewöhnlichen Tagen erliege. So ab und zu geht das schon, aber auf die Länge merke ich, dass es mir nicht gut tut, so plan- und strukturlos zu leben.

Ich raffe mich dann auf, bin zu mir selber gut, indem ich mir etwas Rechtes koche und meinen Tag strukturiere.
Heute habe ich Gelberbssuppe gekocht, einen ganzen Topf voll. Was ich heute und morgen nicht esse, friere ich in Portionen ein. Und dann sitze ich wirklich lange am Fenster am Spinnrad, höre Leonard Cohen und bin mir bewusst, wie gut ich es habe. Es ist gemütlich bei mir, mit mir allein.

erbssuppe

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Gute Freunde

Gute Freunde bringen mir bei ihrem Besuch Blumen mit, ein Buch, eine kleine Holzkuh oder einen frischen Tannenzweig.

Ausserordentliche Freunde treffen kurz vor dem Abendessen ein, bringen ein Gedicht von einem Gericht mit wildem Truthhahn, Blaubeer-Apfelsauce und Butternutkürbis, finden die kleine Etagenküche um es aufzuwärmen und zaubern auch einen frischen grünen Salat aus ihrem Korb.

Den trockenen Hackbraten mit dem  salz- und milchfreien Kartoffelstock und dem Moses-Gemüse (=aus dem Wasser gezogen) lasse ich ohne irgendwelches Bedauern zurückgehen.

Goldmilch

Ich nehme mir immer wieder vor, hier fleissiger zu schreiben. Aber dann frage ich mich, worüber denn?  Nun, ich wage es einfach einmal, frisch von der Leber weg, was gerade aktuell ist.

Im Moment habe ich gerade wieder ein paar gesundheitliche Hürden zu nehmen, das Krustentierchen, mit dem ich nun schon mehr als zehn Jahre zusammenlebe, ist wieder etwas aktiver geworden. Mir wurde eine ganz neue, noch im Studienstadium befindliche Behandlung vorgeschlagen, und nun warte ich auf den Bescheid, ob ich wirklich dafür geeignet bin.

Unterdessen aber bleibe ich nicht tatenlos. Unter anderem mache ich mir täglich eine grosse Tasse Goldmilch, das ist so lecker. Es gibt verschiedene Rezepte auf dem Internet, ich mache sie ungefähr so wie hier, süsse sie aber mit Ahornsirup anstatt Honig. Dieses feine Getränk wärmt auch wunderbar an grauen, kühlen Novembertagen. Und der Kurkuma, mit dem Pfeffer zusammen und dem Kokosöl tun dem Körper auf verschiedenen Ebenen gut –  nicht aber dem Krustentierchen, dem möchte ich doch gerne den Garaus machen!

So nehme ich Tag für Tag, geniesse, was ich kann, vor allem meine zwei Enkelbuben, und bin dankbar, dass das Leben doch immer wieder gut zu mir ist!

Sauerteigbrot

Ich habe seit vielen, vielen Jahren Brot gebacken, ich habe es mit 15-16 Jahren von einer Bäuerin gelernt, und auch meine Mutter buk oft Brot selbst.

Warum aber habe ich erst jetzt selbstgemachtes Sauerteigbrot entdeckt? Und das, weil ein Glas Milchkefir zu sauer geworden war, die einstige Bäuerin aber ein Milchprodukt einfach nicht wegschütten kann.

Ich habe mich hier und hier inspiriert, habe dann aber auch gepröbelt, schon einmal  und nun heute (mit Anfang gestern) diese Brote gebacken. Nun sollte ich bloss noch den Duft einfangen und weitergeben können, der im Moment mein Haus erfüllt!

2016_05_13Sauertegbrote

Rechts ist übrigens ein Brot mit Äpfeln und Rosinen, noch zu warm zum Anschneiden. Ich bin gespannt, wie es schmeckt.