Kartoffeln

Ende Winter hatte ich einen kleinen Sack Kartoffeln gekauft, und ich hatte die Sorte ausgewählt, weil sie „Vivaldi“ heisst. Sie schmeckten auch sehr gut, aber ich habe sie nicht besonders schnell aufgebraucht. Im April blieben noch vier kleine Kartoffeln im Sack, und diese hatten breits lange Triebe.
Was macht die kluge (ehemalige) Bäuerin damit? Natürlich, neue Kartoffeln! Auf dem Balkon stand ein grosser Topf, in dem ich letztes Jahr einen Lavendelbusch hatte, der den Winter leider nicht überlebt hat. Lavendelreste auf den Kompost, etwas neue Erde in den Topf und eine der Kartoffeln darin verbuddeln, das war im Nu gemacht. Und nur wenige Tage später guckten bereits die ersten grünen Spitzen aus der Erde. Vier Wochen später, gegen Ende Mai ist es bereits eine stattliche Kartoffelstaude. Ich bin gespannt, wann ich die ersten Gschwellti essen kann! (Gschwellti = Pellkartoffeln)

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Im Topf „Pot-a-toes“

Aber es kann natürlich nicht nur bei einer einizigen Kartoffelpflanze bleiben. Am 20. Mai, also vor einer guten Woche, war der Junge bei mir und hat mir tüchtig im Gemüsegarten geholfen. wir haben miteinander vier Reihen dieser Knollen gesetzt, ich hatte inzwischen noch einen Sack rote Saatkartoffeln besorgt, und es blieben ja noch drei Vivaldi, von denen zwei sogar genug Keime hatten, dass ich sie halbieren konnte. Es war dann die ganze Woche sehr heiss und trocken, und heute früh fand ich die ersten Triebe im Gartenbeet. Und eben vorhin ging der ersehnte Gewitterregen nieder. Es wird gedeihen!

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Im Garten

 

Gartenbilder

Ich bin im Garten, wenn ihr mich sucht. Oder auf der Laube am Stricken und mein Apfelbäumchen bestaunen. Oder einfach am „Sein“. So gut habe ich es jetzt!

Sauerteigbrot

Ich habe seit vielen, vielen Jahren Brot gebacken, ich habe es mit 15-16 Jahren von einer Bäuerin gelernt, und auch meine Mutter buk oft Brot selbst.

Warum aber habe ich erst jetzt selbstgemachtes Sauerteigbrot entdeckt? Und das, weil ein Glas Milchkefir zu sauer geworden war, die einstige Bäuerin aber ein Milchprodukt einfach nicht wegschütten kann.

Ich habe mich hier und hier inspiriert, habe dann aber auch gepröbelt, schon einmal  und nun heute (mit Anfang gestern) diese Brote gebacken. Nun sollte ich bloss noch den Duft einfangen und weitergeben können, der im Moment mein Haus erfüllt!

2016_05_13Sauertegbrote

Rechts ist übrigens ein Brot mit Äpfeln und Rosinen, noch zu warm zum Anschneiden. Ich bin gespannt, wie es schmeckt.

(Gross)Muttertag

Das war ja nun wirklich ein wunderbarer Muttertag gestern! Der Junge (der mittlerweile ein 32-jähriger Mann ist) war schon seit Donnerstag bei mir und hat mir im Garten geholfen. Am Samstagabend waren wir beim Bauern, mit dem ich immer noch gut Freund bin, zum Hummeressen eingeladen.
Gestern haben wir uns dann zu Mittag mit dem Grossen, Belle-Fille und den beiden Schätzen in der Bodega getroffen. Dort gibt es unter anderem ausgezeichnete Tapas, da bestellt man einfach mal eine ganze Serie, lässt sie mitten auf den Tisch stellen und jedes nimmt sich ein wenig von allem. Sehr praktisch gerade auch mit kleinen Kindern. Am Schluss ist alles weggeputzt und alle sind satt!
Wir beschlossen dann, den Nachtisch in der „Rumeur Affamée“ zu holen und bei mir zu Hause zu geniessen. Die Kinder konnten so noch ein wenig spielen. Samuel wünschte, dass Grosi ihm das Buch vom schwarzen Schaf erzählte, und Yoan gefiel es beim Götti auf den Knien.
Am Fenster bei mir hängt ein kleiner Holzbär, der klettert, wenn man richtig an den Schnüren zieht. Mein Vater, also der Urgrossvater der beiden Kleinen, hat ihn vor vielen Jahren selbst gemacht. Die Urenkel freuen sich jedes Mal daran, wenn sie bei mir sind.
Ja, das war ein wirklich wunderbarer Tag!

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