Singen

Im ersten Jahr, als ich in Frelighsburg wohnte, wurde ich zu einem Konzert eingeladen. Der Chœur des Armand ist ein kleiner Chor, der ausschliesslich A Capella singt und sich aus Leuten aus der Gegend hier zusammensetzt. Ich dachte damals, „ach ja, so ein Dorfchörli, gehen wir die doch mal unterstützen“. Ich hatte ja schliesslich mehrere Jahre im Schaffhauser Kammerchor und später im Choeur Classique de l’Estrie gesungen und war ein wenig snobistisch. Ich stellte mir vor ein paar Volkslieder, mehr oder weniger harmonisch gesungen, zu hören, sass da ohne grosse Erwartungen in der schönen alten anglikanischen Kirche, als auf einmal aus den vier Ecken des Gebäudes das von mir so geliebte Adoramus te von Palestrina erklang. Wunderschön, klar, rein…  Von diesem Moment an wusste ich, dass ich in diesem Chor mitsingen wollte.

Nun bin ich schon mehrere Jahre dabei und habe nach wie vor sehr viel Freude am Singen mit dieser Gruppe. Eigentlich habe ich Euch das nur erzählt, weil ich unbedingt ein Lied mit Euch teilen will, das wir gerade üben, und das ich so unwahrscheinlich schön finde. Es heist „Meguru“, kommt aus Namibia und ist eine Art Kyrie, „Herr, erbarme dich unser“. Nein, die Aufnahme ist nicht von unserem Chor, so weit sind wir noch nicht. Aber hört selbst:

Meguru